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Bürgerinfo · Selbstschutz

Für den Ernstfall vorgesorgt

Unwetter, Hochwasser oder ein längerer Stromausfall können den Alltag über Tage lahmlegen. Wer einen Vorrat hat, bleibt in solchen Lagen ruhig und handlungsfähig.

Der Maßstab

Zehn Tage ohne Einkauf überstehen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) empfiehlt, sich rund zehn Tage lang selbst versorgen zu können – ohne einkaufen zu müssen.

10 Tage
Vorrat als Ziel
BBK-Planungsstandard
2 Liter
Wasser pro Person & Tag
davon 0,5 l zum Kochen → 20 l für 10 Tage
2200 kcal
pro Person & Tag
deckt den Energiebedarf im Regelfall

Klein anfangen, mitwachsen lassen

Wer noch keinen Vorrat hat, beginnt mit drei Tagen und baut schrittweise auf. Am einfachsten gelingt das mit einem „lebenden Vorrat“: normal einkaufen, immer etwas mehr, und das Ältere zuerst verbrauchen.

Lebensmittelvorrat

Was in den Vorrat gehört

Bevorraten Sie, was Sie ohnehin essen und was ohne Kühlung und ohne Kochen haltbar ist. So bleibt der Vorrat auch bei Strom- oder Wasserausfall nutzbar.

Getränke

Wasser, Säfte – 2 Liter pro Person und Tag.

Getreide & Beilagen

Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Haferflocken.

Gemüse & Hülsenfrüchte

Konserven mit Bohnen, Linsen, Erbsen, Mais.

Obst & Nüsse

Konserven, Trockenobst, Nüsse, Müsliriegel.

Milchprodukte

H-Milch, Hartkäse, haltbare Milchalternativen.

Eiweiß

Fisch- und Fleischkonserven, Eipulver, Hülsenfrüchte.

Mehr als Essen

Diese Dinge gehören ebenfalls bereit

  • Hausapotheke und persönliche Medikamente
  • Licht: Taschenlampe, Kerzen, Streichhölzer, Ersatzbatterien
  • Batteriebetriebenes Radio für amtliche Informationen
  • Hygiene: Seife, Müllbeutel, Feuchttücher
  • Bargeld in kleinen Scheinen (Kartenzahlung kann ausfallen)
  • Wärme: Decken, warme Kleidung, Schlafsack

Informiert bleiben

Ein Radio mit Batterie oder Kurbel empfängt Warnungen auch dann, wenn Strom und Mobilfunk ausfallen.

Hausapotheke prüfen

Verbandsmaterial, Schmerz- und Fiebermittel, Desinfektion und die eigenen Dauermedikamente in ausreichender Menge.

Notfallordner

Wichtige Dokumente griffbereit

Nach Feuer, Hochwasser oder einer schnellen Evakuierung zählt, dass die wichtigsten Papiere an einem Ort liegen – in einer Dokumentenmappe, die alle in der Familie kennen.

Im Original

Familienurkunden (Geburt, Heirat) bzw. Stammbuch.

Original oder beglaubigt

Versicherungspolicen, Verträge, Zeugnisse, Renten-/Einkommens­nachweise, Testament, Vollmacht, Patientenverfügung.

Als einfache Kopie

Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Fahrzeugpapiere, Impfpass, Grundbuchauszüge.

Einmal anlegen, sicher verwahren

Bewahren Sie die Mappe an einem festen, allen bekannten Ort auf. Sichern Sie zusätzlich Duplikate – digital oder bei Vertrauens­personen, Notar oder im Bankschließfach.

Tipp: Ein kleiner Bargeldbetrag gehört mit in die Mappe – bei Stromausfall funktioniert oft keine Kartenzahlung.