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Bürgerinfo · Selbstschutz

Wenn der Strom ausfällt

Licht, Heizung, Kochen, Kommunikation, Bezahlen – fast alles hängt am Strom. Ein längerer Ausfall lässt sich gut überbrücken, wenn man vorbereitet ist.

Auswirkungen

Was ohne Strom nicht mehr geht

Ein Stromausfall betrifft schnell den ganzen Alltag. Wer das weiß, kann gezielt vorsorgen.

Licht & Heizung

Auch die meisten Heizungen brauchen Strom für Pumpe und Steuerung.

Kochen

Elektroherd und Mikrowelle bleiben kalt.

Telefon & Internet

Router, Festnetz und nach einiger Zeit auch der Mobilfunk.

Kühl- & Gefriergeräte

Lebensmittel bleiben nur begrenzt gekühlt.

Bezahlen

Kartenzahlung und Geldautomaten fallen aus.

Tankstellen & Aufzüge

Zapfsäulen, Aufzüge und teils die Wasserversorgung.

Vorbereitung

Diese Ausrüstung überbrückt den Ausfall

  • Taschen- oder Stirnlampe und Ersatzbatterien
  • Batterie- oder Kurbelradio für amtliche Meldungen
  • Geladene Powerbanks fürs Handy
  • Kerzen & Streichhölzer – nie unbeaufsichtigt brennen lassen
  • Warme Kleidung, Decken, Schlafsack
  • Bargeld und ein Lebensmittelvorrat, der kalt essbar ist
  • Gefüllte Wasserbehälter für Trinken und Hygiene

Strom für das Nötigste

Powerbanks und – wo möglich – ein kleines Solarladegerät halten Handy und Taschenlampe am Leben.

Licht ohne offene Flamme

LED-Lampen sind sicherer als Kerzen. Wenn Kerzen, dann nur auf feuerfester Unterlage und nie ohne Aufsicht.

Lebenswichtig

Vorsicht bei Kohlenmonoxid

Grill und Gaskocher niemals in geschlossenen Räumen!

Bei Holzkohle- oder Gasgeräten entsteht Kohlenmonoxid – ein geruch- und farbloses Gas, das schon in kleinen Mengen tödlich ist. Grill und Campingkocher gehören ins Freie. Gaskocher nur drinnen verwenden, wenn sie ausdrücklich für Innenräume zugelassen sind.

CO-Warnmelder schützt zusätzlich

Ein Kohlenmonoxid-Warnmelder schlägt an, bevor das unsichtbare Gas gefährlich wird – gerade bei gasbetriebenen Heizquellen sinnvoll.

Während des Ausfalls

Ruhe bewahren, richtig handeln

  • Kühl- und Gefrierschrank geschlossen halten – so bleibt die Kälte länger.
  • Nicht benötigte Geräte vom Netz nehmen – schützt vor Spannungsspitzen bei der Rückkehr.
  • Über das Radio informiert bleiben.
  • Nach Nachbarn schauen – besonders nach älteren oder kranken Menschen.

Notruf bei Netzstörung

Bei einem großflächigen, langen Ausfall kann auch das Telefonnetz gestört sein – dann ist der Notruf 112 unter Umständen nicht erreichbar. Informieren Sie sich frühzeitig über Warnkanäle, wo im Ernstfall örtliche Anlaufstellen eingerichtet werden.